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Markt

Bio-Marktbrief

Jeden Werktag am Nachmittag: die wichtigsten Bewegungen bei Getreide und Ölsaaten, Bio-Preise und die Logistik aus der Ukraine, kurz eingeordnet für Einkäufer.

Die neue Ausgabe laden wir jeden Werktag am Nachmittag hoch. Bis dahin finden Sie hier die letzte Ausgabe.

Der Marktbrief ist die öffentliche Kurzfassung unseres täglichen Marktberichts. Börsenkurse sind Schlusskurse des nächstfälligen Kontrakts in EUR/t, die Bio-Preise stammen aus den Wochennotierungen der Granaria Milano. Indikative Marktinformation, kein Angebot.

Aktuelle Ausgabe

Raps steigt in Paris über 500 €/t, die ukrainischen Weizenexporte liegen fast 40 % unter Vorjahr.

Börsenpreise, EUR/t

  • Weizen 234.50 +0.25 Euronext · Dez 26
  • Mais 287.75 +2.75 Euronext · Nov 26
  • Raps 505.00 +7.25 Euronext · Nov 26
  • Sojabohnen 410.81 +0.41 CBOT · Nov 26

Märkte: Euronext-Raps (Nov.) zog um rund 7 € auf 505 €/t an. Rückenwind kam von festeren Rohölpreisen und von 2.8 Mio. t US-Sojaexportverkäufen in einer Woche, grösstenteils nach China. Weizen blieb mit etwa 234 €/t (Dez.) praktisch unverändert, Mais legte knapp 3 € auf rund 288 €/t zu.

Ukraine: Im Wirtschaftsjahr 2026/27 hat die Ukraine bisher rund 6.2 Mio. t Getreide exportiert, 25 % weniger als im Vorjahr. Einzig Mais liegt mit 2.1 Mio. t um zwei Drittel höher. Die Land- und Donaurouten bewältigen etwa 2.5 Mio. t pro Monat und sind nahezu ausgelastet. Bahnwagen stehen 10 bis 30 Tage an den Grenzübergängen, rund 80 Schiffe warten auf die Einfahrt über Sulina. Vor Constanța sank heute Morgen ein Handelsschiff nach einem mutmasslichen Drohnenangriff, die Versicherung im Schwarzen Meer bleibt damit ein Thema.

Bio: Die Freitagsliste in Bologna nennt italienischen Bio-Weichweizen mit hohem Protein bei 370 bis 380 €/t und Bio-Sojabohnen bei 760 bis 780 €/t. In Mailand liegt Bio-Gerste 10 € und Bio-Weichweizen 5 € über der Vorwoche.

Was das für Einkäufer heisst: Soja und Ölsaaten werden teurer. Wer kurzfristigen Bedarf hat, deckt ihn eher früh, und Weizen ukrainischer Herkunft plant man mit grosszügigen Lieferfenstern.

Bio-Preise Granaria Milano, EUR/t · Liste vom 20.10.

  • Bio-Weichweizen 325–355 +5 zur Vorwoche
  • Bio-Hartweizen 335–365 +5 zur Vorwoche
  • Bio-Mais 333–373 +5 zur Vorwoche
  • Bio-Gerste 315–335 +10 zur Vorwoche
  • Bio-Futtersojabohnen 770–790 +10 zur Vorwoche

Quellen: Euronext, CBOT, USDA, ukrainisches Agrarministerium, Ukrainian Agribusiness Club, Granaria Milano, Borsa Merci Bologna. Auf LinkedIn ansehen

Frühere Ausgaben

Die Börsen verschnaufen, und die Ukraine-Logistik bleibt für Einkäufer der eigentliche Engpass.

Börsenpreise, EUR/t

  • Weizen 233.25 +0.50 Euronext · Dez 26
  • Mais 290.25 −1.00 Euronext · Nov 26
  • Raps 495.00 +9.25 Euronext · Nov 26
  • Sojabohnen 407.13 +0.33 CBOT · Nov 26

Märkte: Nach dem Rückgang wegen Spekulationen über Friedensgespräche hat sich Euronext-Weizen bei rund 233 €/t (Dez) gefangen. Raps war der Ausreisser nach oben und legte rund 9 € auf 495 €/t zu (Nov). Mais gab auf etwa 290 €/t nach, CBOT-Sojabohnen hielten sich um 407 €/t, gestützt von neuen US-Verkäufen nach China und Spanien.

Ukraine: Die Agrarexporte lagen im September bei rund 2.4 Mio. t. Das ist weniger als die Hälfte dessen, was der Sektor verschiffen könnte, und ein Korridor über das Schwarze Meer ist nicht in Sicht. An der polnischen Grenze warten LKW inzwischen 7 bis 9 Tage, die Frachtraten stiegen um bis zu 15 %, und knapp 20'000 beladene Bahnwaggons stehen im Stau.

Bio: Die Wochenliste aus Mailand zog auf breiter Front an. Weichweizen notiert bei 325 bis 355 €/t (+5 €), Gerste legte 10 € zu, Futtersojabohnen stehen bei 770 bis 790 €/t (+10 €).

Was das für Einkäufer heisst: Bei Ware ukrainischer Herkunft zusätzliche Tage im Lieferfenster einplanen und die Fracht bestätigen, bevor Termine fix vereinbart werden.

Bio-Preise Granaria Milano, EUR/t · Liste vom 20.10.

  • Bio-Weichweizen 325–355 +5 zur Vorwoche
  • Bio-Hartweizen 335–365 +5 zur Vorwoche
  • Bio-Mais 333–373 +5 zur Vorwoche
  • Bio-Gerste 315–335 +10 zur Vorwoche
  • Bio-Futtersojabohnen 770–790 +10 zur Vorwoche

Quellen: Euronext, CBOT, USDA, ukrainisches Agrarministerium, Interfax-Ukraine, Latifundist, Granaria Milano. Auf LinkedIn ansehen

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